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Anleihen gefragt: US-Zinsängste treiben Renditen nach unten


08.09.25 09:04
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Nach den schwachen amerikanischen ADP-Zahlen zeigen nunmehr auch die Daten der offiziellen Statistiker eine Schwäche am US-Arbeitsmarkt sehr klar an, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".

Im August seien in den USA lediglich 22.000 zusätzliche Jobs entstanden. Der Handlungsdruck bei FED-Chef Jerome Powell sei mit dem Arbeitsmarktbericht von Freitag letzter Woche damit ohne jeden Zweifel weiter gewachsen. Der Druck auf Powell nehme zu. In diesem Umfeld werde die US-Notenbank sehr bald Leitzinssenkungen implementieren müssen (die nächste Sitzung des FOMC sei für den 17. September terminiert).

Wochenausblick: Die EZB dürfte in dieser Woche an ihrer Zinspause festhalten. Die jüngsten Inflationsdaten aus dem Euroraum würden zwar einen leichten Anstieg zeigen, doch sei dieser vor allem einem Basiseffekt geschuldet - strukturell bleibe die Teuerung unter Kontrolle. Auch die Kernrate verharre stabil und der disinflationäre Trend bei Dienstleistungen setze sich fort. Auch mit Hinzunahme der Unsicherheiten aus der US-Zollpolitik gebe es auf der Sitzung am Donnerstag keinen guten Grund von der aktuellen Linie abzuweichen. Nahezu zeitgleich dazu würden US-CPI-Daten für den August neue Impulse für die FED-Debatte liefern. Die neuen deutschen Produktions- und Handelszahlen dürften zumindest den Wochenstart prägen.

Die Entwicklungen der US-Beschäftigung hätten zum Ende der letzten Woche das Marktgeschehen an den Börsen charakterisiert. Hoffnungen über eine baldige Zinssenkung in der weltweit größten Volkswirtschaft hätten die Renditen amerikanischer 10-jähriger Staatsanleihen um 6 Basispunkte fallen lassen (auf 4,10%). Auch die Renditen europäischer Staatsanleihen seien im Sinkflug gewesen. (08.09.2025/alc/a/a)