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Anleihen behaupten sich: Markt verarbeitet NVIDIA und Trump-Faktor schnell
30.05.25 09:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Das US-Handelsgericht hatte am Mittwoch die meisten der von US-Präsident Trump erhobenen Zollaufschläge aufgehoben, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".
Mit der Berufung auf ein US-Notstandsgesetz von 1977 habe er seine Befugnisse überschritten, habe das Gericht geurteilt. Nach dem Einspruch der Regierung habe ein Berufungsgericht am Donnerstag allerdings bekundet, dass die Zölle während des Berufungsverfahrens zunächst in Kraft bleiben könnten.
Laut den aktuellen Umfragen des ifo-Instituts habe sich das Geschäftsklima im Einzelhandel von minus 25,8 Punkten im April auf aktuell minus 18,6 Zähler spürbar verbessert, trotzdem würden die Einzelhändler unzufrieden bleiben.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seien die Importpreise im April 0,4% niedriger als im Vorjahresmonat gewesen. Im März habe die Veränderungsrate y/y noch bei +2,1% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2025 seien die Einfuhrpreise im April um 1,7% gefallen. Dies sei der stärkste Rückgang im Vormonatsvergleich seit dem Beginn der Corona-Krise (April 2020) gewesen.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) habe im Mai 2,919 Mio. Arbeitslose und damit 12.000 weniger als im April registriert. Normalerweise würden die Rückgänge im Mai aufgrund der Frühjahrsbelebung deutlich höher ausfallen.
Tagesausblick: Nachdem der gestrige Datenfluss feiertagsbedingt eher ruhig ausgefallen sei, stünden heute gleich zwei Veröffentlichungen zur Inflation an. Für Deutschland sei dabei davon auszugehen, dass sich die Preisänderungsrate des Mai im Bereich nahe der 0%-Marke präsentiere. US-seitig dürfte der PCE-Deflator für den April auch nur knapp drüber liegen, wobei die Analysten der NORD/LB als Veränderungsrate 0,1% M/M prognostizieren würden. Beiderseits des Atlantik könnten also "dovische" geldpolitische Impulse warten.
Positiv aufgenommene NVIDIA-Zahlen sowie die aktuellen Entwicklungen rund um US-Zölle hätten die Anleihemärkte nur kurzfristig belastet. Sowohl deutsche als auch US-Anleihen hätten schlussendlich zugelegt. (30.05.2025/alc/a/a)
Mit der Berufung auf ein US-Notstandsgesetz von 1977 habe er seine Befugnisse überschritten, habe das Gericht geurteilt. Nach dem Einspruch der Regierung habe ein Berufungsgericht am Donnerstag allerdings bekundet, dass die Zölle während des Berufungsverfahrens zunächst in Kraft bleiben könnten.
Laut den aktuellen Umfragen des ifo-Instituts habe sich das Geschäftsklima im Einzelhandel von minus 25,8 Punkten im April auf aktuell minus 18,6 Zähler spürbar verbessert, trotzdem würden die Einzelhändler unzufrieden bleiben.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) habe im Mai 2,919 Mio. Arbeitslose und damit 12.000 weniger als im April registriert. Normalerweise würden die Rückgänge im Mai aufgrund der Frühjahrsbelebung deutlich höher ausfallen.
Tagesausblick: Nachdem der gestrige Datenfluss feiertagsbedingt eher ruhig ausgefallen sei, stünden heute gleich zwei Veröffentlichungen zur Inflation an. Für Deutschland sei dabei davon auszugehen, dass sich die Preisänderungsrate des Mai im Bereich nahe der 0%-Marke präsentiere. US-seitig dürfte der PCE-Deflator für den April auch nur knapp drüber liegen, wobei die Analysten der NORD/LB als Veränderungsrate 0,1% M/M prognostizieren würden. Beiderseits des Atlantik könnten also "dovische" geldpolitische Impulse warten.
Positiv aufgenommene NVIDIA-Zahlen sowie die aktuellen Entwicklungen rund um US-Zölle hätten die Anleihemärkte nur kurzfristig belastet. Sowohl deutsche als auch US-Anleihen hätten schlussendlich zugelegt. (30.05.2025/alc/a/a)


