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Anleihen aus Südeuropa bleiben unter Druck
27.04.20 09:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zur Finanzierung weiterer Staatsausgaben emittierten in der letzten Woche sowohl Spanien als auch Italien neue Anleihen, so die Experten von Union Investment.
Beide Male sei das Interesse angesichts der vergleichsweisen hohen Rendite, die den Investoren geboten worden sei, sehr groß gewesen. Insgesamt habe sich das Ordervolumen jeweils auf mehr als 100 Milliarden Euro summiert. Beide Länder hätten einen attraktiven Zinsaufschlag zu den bereits ausstehenden Papieren geboten und 15 bzw. 16 Milliarden eingesammelt. Für die schon bestehenden Anleihen sei dies jedoch zu einer Belastung geworden und es sei zu höheren Risikoaufschlägen gekommen. Erst danach habe sich der Markt wieder etwas freundlicher gezeigt, was auch an den starken Käufen der Europäischen Zentralbank (EZB) gelegen haben dürfte.
Wenn das Tempo so hoch bleibe, dann würden die Währungshüter bei ihrem Kaufprogramm (PEPP) demnächst an ihre Grenzen stoßen. Marktteilnehmer würden daher mit einer Erhöhung auf der nächsten EZB-Sitzung rechnen. Schon in der letzten Woche hätten die Währungshüter die Vorgaben für bei ihr hinterlegte Sicherheiten angepasst. Demnach könnten demnächst auch Anleihen mit schwächerer Bonität (High Yield) hinterlegt werden, sofern diese noch vor dem 7. April über eine gute Kreditwürdigkeit (Investment Grade) verfügt hätten. Gut möglich, dass die Notenbank ihr Kaufprogramm perspektivisch auch um die Anlageklasse der hochverzinslichen Papiere (High Yield) erweitern werde, wie es bereits die US-Notenbank FED getan habe. Die neue Regelung stütze die so genannten "Fallen Angels", die für gewöhnlich unter Druck geraten würden, wenn ihre Bonität abgestuft werde, weil viele Investoren ein Rating von schlechter als BBB nicht akzeptieren würden. (Ausgabe vom 24.04.2020) (27.04.2020/alc/a/a)
Beide Male sei das Interesse angesichts der vergleichsweisen hohen Rendite, die den Investoren geboten worden sei, sehr groß gewesen. Insgesamt habe sich das Ordervolumen jeweils auf mehr als 100 Milliarden Euro summiert. Beide Länder hätten einen attraktiven Zinsaufschlag zu den bereits ausstehenden Papieren geboten und 15 bzw. 16 Milliarden eingesammelt. Für die schon bestehenden Anleihen sei dies jedoch zu einer Belastung geworden und es sei zu höheren Risikoaufschlägen gekommen. Erst danach habe sich der Markt wieder etwas freundlicher gezeigt, was auch an den starken Käufen der Europäischen Zentralbank (EZB) gelegen haben dürfte.
Wenn das Tempo so hoch bleibe, dann würden die Währungshüter bei ihrem Kaufprogramm (PEPP) demnächst an ihre Grenzen stoßen. Marktteilnehmer würden daher mit einer Erhöhung auf der nächsten EZB-Sitzung rechnen. Schon in der letzten Woche hätten die Währungshüter die Vorgaben für bei ihr hinterlegte Sicherheiten angepasst. Demnach könnten demnächst auch Anleihen mit schwächerer Bonität (High Yield) hinterlegt werden, sofern diese noch vor dem 7. April über eine gute Kreditwürdigkeit (Investment Grade) verfügt hätten. Gut möglich, dass die Notenbank ihr Kaufprogramm perspektivisch auch um die Anlageklasse der hochverzinslichen Papiere (High Yield) erweitern werde, wie es bereits die US-Notenbank FED getan habe. Die neue Regelung stütze die so genannten "Fallen Angels", die für gewöhnlich unter Druck geraten würden, wenn ihre Bonität abgestuft werde, weil viele Investoren ein Rating von schlechter als BBB nicht akzeptieren würden. (Ausgabe vom 24.04.2020) (27.04.2020/alc/a/a)


