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Anleihen: Gebannter Blick auf die ersten Maßnahmen von Donald Trump
17.01.25 15:32
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Renditeanstieg an den Anleihemärkten hatte sich zu Beginn der laufenden Woche zunächst weiter fortgesetzt, so die Deutsche Börse AG.
Im Hoch seien die zehnjährigen US-Treasuries auf rund 4,80 Prozent geklettert. Innerhalb von drei Monaten seien die Renditen damit um mehr als einen Prozentpunkt gestiegen. Zur Wochenmitte habe sich das Blatt aber gedreht und es sei zu einem deutlichen Rückgang der Rendite auf unter 4,60 Prozent gekommen. Ausschlaggebend dafür seien Marktreaktionen auf die Inflationsdaten in den USA gewesen.
"Die US-Konsumentenpreisdaten für Dezember haben den Rentenbären vorerst den Wind aus den Segeln genommen", würden die Analysten der LBBW konstatieren. Vor allem der überraschende Rückgang der von der US-Notenbank besonders beachteten Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) von 3,3 auf 3,2 Prozent habe die Hoffnung auf weitere Lockerungen der Fed genährt. "Aktuell spekulieren die Marktteilnehmer wieder in Richtung Zinssenkung", erkläre Rentenhändler Klaus Stopp von der Baader Bank. Dies könne sich je nach Datenlage aber auch schnell wieder ändern. Die LBBW-Experten würden einen Zinsschritt im laufenden Quartal für "wenig wahrscheinlich" halten, weshalb auch die Aussichten für einen länger anhaltenden Kursaufschwung am US-Staatsanleihemarkt (sinkende Renditen) "eher gedämpft" seien.
In der kommenden Woche würden die Börsianer gebannt auf die am Montag anstehende Amtseinführung von Donald Trump blicken. Ob es zu einer deutlichen Entspannung an den Anleihemärkten komme, hänge nach Meinung der Helaba-Strategen von den Entscheidungen des neuen US-Präsidenten ab. "Schürt er Inflationserwartungen oder Sorgen vor einer weiter steigenden Staatsverschuldung, dürfte sich die Stimmung der Anleger schnell wieder eintrüben". Die Kollegen der LBBW sähen das genauso, hätten aber noch ein anderes Szenario auf dem Schirm: "Sollte Trump seine Zollpläne tatsächlich mit weniger Wucht umsetzen als im Wahlkampf angedroht, dann könnte dies die Inflationssorgen der Anleger neuerlich dämpfen".
Aus Sicht der Charttechnik sei die zehnjährige US-Rendite in dieser Woche an ihrem Langfristwiderstand bei 4,74 Prozent gescheitert, wie Marcel Mußler analysiere. Die anschließenden "Gegenrallye" werde zwar "keine Einbahnstraße bleiben", die Entwicklung zeige aber, "dass der Inflationstag am Mittwoch keine Eintagsfliege war". Eine mittelfristige Trendwende zeichne sich aber derzeit noch nicht ab. Dafür müsse der "noch sehr weite mittelfristige Aufwärtstrend" bei 4,36 Prozent nachhaltig gebrochen werden. Bei einem Rückfall unter ein Vorgängerhoch bei 4,643 Prozent sei aber zumindest ein Test der "Major-Unterstützung" bei 4,52 Prozent denkbar. Dieses Niveau hätten auch die LBBW-Spezialisten im Auge. "Bearishe Übertreibungstendenzen, welche "im Banne der 5 Prozent-Marke" entstanden waren, könnten nun korrigiert werden, was die 10-jährige US-Benchmark-Rendite unseres Erachtens in Richtung 4,50 Prozent nach unten drücken könnte".
Bei deutschen Anleihen herrsche laut Stopp im Segment der Corporate Bonds vor allem am langen Ende ein "starkes Interesse von Kleinanlegern". Gekauft würden die jeweils in 1.000er Stückelung angebotenen Anleihen von Porsche (ISIN XS2802892054/ WKN A383H8), E.ON (ISIN XS2791960664/ WKN A383CW), MTU (ISIN XS2887896574/ WKN A383RD), Lufthansa (ISIN XS2892988192/ WKN A383QY), Fraport (ISIN XS2832873355/ WKN A383CB) und Deutsche Post (ISIN XS2784415718/ WKN A383CT). Die Papiere würden bei Laufzeiten von sechs und mehr Jahren aktuell Renditen zwischen 3,3 und 4,0 Prozent abwerfen. Stopp spreche hier von "klassischen Investments zur Streuung der Anleihebestände". (17.01.2025/alc/a/a)
Im Hoch seien die zehnjährigen US-Treasuries auf rund 4,80 Prozent geklettert. Innerhalb von drei Monaten seien die Renditen damit um mehr als einen Prozentpunkt gestiegen. Zur Wochenmitte habe sich das Blatt aber gedreht und es sei zu einem deutlichen Rückgang der Rendite auf unter 4,60 Prozent gekommen. Ausschlaggebend dafür seien Marktreaktionen auf die Inflationsdaten in den USA gewesen.
In der kommenden Woche würden die Börsianer gebannt auf die am Montag anstehende Amtseinführung von Donald Trump blicken. Ob es zu einer deutlichen Entspannung an den Anleihemärkten komme, hänge nach Meinung der Helaba-Strategen von den Entscheidungen des neuen US-Präsidenten ab. "Schürt er Inflationserwartungen oder Sorgen vor einer weiter steigenden Staatsverschuldung, dürfte sich die Stimmung der Anleger schnell wieder eintrüben". Die Kollegen der LBBW sähen das genauso, hätten aber noch ein anderes Szenario auf dem Schirm: "Sollte Trump seine Zollpläne tatsächlich mit weniger Wucht umsetzen als im Wahlkampf angedroht, dann könnte dies die Inflationssorgen der Anleger neuerlich dämpfen".
Aus Sicht der Charttechnik sei die zehnjährige US-Rendite in dieser Woche an ihrem Langfristwiderstand bei 4,74 Prozent gescheitert, wie Marcel Mußler analysiere. Die anschließenden "Gegenrallye" werde zwar "keine Einbahnstraße bleiben", die Entwicklung zeige aber, "dass der Inflationstag am Mittwoch keine Eintagsfliege war". Eine mittelfristige Trendwende zeichne sich aber derzeit noch nicht ab. Dafür müsse der "noch sehr weite mittelfristige Aufwärtstrend" bei 4,36 Prozent nachhaltig gebrochen werden. Bei einem Rückfall unter ein Vorgängerhoch bei 4,643 Prozent sei aber zumindest ein Test der "Major-Unterstützung" bei 4,52 Prozent denkbar. Dieses Niveau hätten auch die LBBW-Spezialisten im Auge. "Bearishe Übertreibungstendenzen, welche "im Banne der 5 Prozent-Marke" entstanden waren, könnten nun korrigiert werden, was die 10-jährige US-Benchmark-Rendite unseres Erachtens in Richtung 4,50 Prozent nach unten drücken könnte".
Bei deutschen Anleihen herrsche laut Stopp im Segment der Corporate Bonds vor allem am langen Ende ein "starkes Interesse von Kleinanlegern". Gekauft würden die jeweils in 1.000er Stückelung angebotenen Anleihen von Porsche (ISIN XS2802892054/ WKN A383H8), E.ON (ISIN XS2791960664/ WKN A383CW), MTU (ISIN XS2887896574/ WKN A383RD), Lufthansa (ISIN XS2892988192/ WKN A383QY), Fraport (ISIN XS2832873355/ WKN A383CB) und Deutsche Post (ISIN XS2784415718/ WKN A383CT). Die Papiere würden bei Laufzeiten von sechs und mehr Jahren aktuell Renditen zwischen 3,3 und 4,0 Prozent abwerfen. Stopp spreche hier von "klassischen Investments zur Streuung der Anleihebestände". (17.01.2025/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 103,521 € | 103,404 € | 0,117 € | +0,11% | 16.04./17:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XS2832873355 | A383CB | 106,86 € | 102,27 € | |
Werte im Artikel
20.06.25
, Deutsche Börse AG
Anleihen: Ohne klare Richtung




