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Anleihen im Fokus: Inflationserwartungen steigen trotz Wachstumssorgen
11.04.25 12:00
RBC BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - In der vergangenen Woche erlebten die Finanzmärkte einige wilde Schwankungen, da sie weiterhin von den Ankündigungen der US-Zölle betroffen waren, so Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management.
Nach einem Markteinbruch habe die anschließende Entscheidung, die höheren Zölle für 90 Tage auszusetzen, zur Erleichterung der Anleger geführt.
China unterliege jedoch weiterhin Strafzöllen, während andere Länder mit moderateren Zöllen belegt würden. Dies werde den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt empfindlich stören und die Experten von RBC BlueBay Asset Management hätten den Eindruck, dass die USA kaum bereit seien, zurückzurudern.
Die Märkte hätten verstanden, dass die US-Handelspolitik einen stagflationären, negativen Angebotsschock darstelle. Bezeichnend sei gewesen, wie sich eine anfängliche Flucht in Qualität, die zu einem Anstieg der Anleiherenditen geführt habe, ins Gegenteil verkehrt habe. Dabei sei auch klar geworden, dass die Zentralbanken wenig tun könnten, um das Wachstum zu stützen, wenn sich die Inflation stark in die entgegengesetzte Richtung bewege.
Der Anstieg der Renditen langlaufender Anleihen habe gedroht die Märkte weiter zu destabilisieren und vielleicht sei dies der Vorwand für Trumps Aufschub der Zölle gewesen. Aber in Anbetracht der rasanten Entwicklung der Ereignisse sei es schwierig, einen Ausblick zu geben.
Die Experten von RBC BlueBay Asset Management würden davon ausgehen, dass die Federal Reserve die Zinsen in den nächsten Monaten unverändert lassen werde. Niedrigere Ölpreise könnten kurzfristig die Inflation abmildern, auch wenn dies die Warenpreise in anderen Ländern nicht ausgleichen werde. Nicht nur, dass die Importeure ihre Preise anheben würden, auch eine mögliche Unterbrechung der Lieferketten könne zu Engpässen führen und Preiserhöhungen in anderen Bereichen nach sich ziehen.
Dies könne sich auf die Inflationserwartungen auswirken und die Löhne ansteigen lassen, selbst vor dem Hintergrund eines schwächeren Arbeitsmarktes. In diesem Fall seien die Experten von RBC BlueBay Asset Management der Meinung, dass inflationsgebundene Anleihen attraktiv sein könnten.
In Europa würden die Experten von RBC BlueBay Asset Management auch erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Geldpolitik vorsichtig sein werde, da Deutschland eine ehrgeizige Lockerung der Fiskalpolitik in Angriff nehme und die Inflationsrisiken nach oben gerichtet seien. Insbesondere, nachdem der Leitzins bereits nahe an den vom EZB-Rat als neutral angesehenen Zinssatz gesenkt worden sei.
Die Experten von RBC BlueBay Asset Management würden erwarten, dass die Volatilität an den Finanzmärkten für eine gewisse Zeit nachlassen werde. Man gehe davon aus, dass die Verhandlungen in den kommenden 90 Tagen dazu führen würden, dass viele der vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle letztendlich vermieden würden.
Nach Meinung der Experten von RBC BlueBay Asset Management werde sich das Wachstum in den USA auf 1 bis 1,5 Prozent verlangsamen, was unter dem Trend liege. Aber die Arbeitslosigkeit werde nur geringfügig ansteigen, da die Einwanderung eingeschränkt werde. (11.04.2025/alc/a/a)
Nach einem Markteinbruch habe die anschließende Entscheidung, die höheren Zölle für 90 Tage auszusetzen, zur Erleichterung der Anleger geführt.
China unterliege jedoch weiterhin Strafzöllen, während andere Länder mit moderateren Zöllen belegt würden. Dies werde den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt empfindlich stören und die Experten von RBC BlueBay Asset Management hätten den Eindruck, dass die USA kaum bereit seien, zurückzurudern.
Die Märkte hätten verstanden, dass die US-Handelspolitik einen stagflationären, negativen Angebotsschock darstelle. Bezeichnend sei gewesen, wie sich eine anfängliche Flucht in Qualität, die zu einem Anstieg der Anleiherenditen geführt habe, ins Gegenteil verkehrt habe. Dabei sei auch klar geworden, dass die Zentralbanken wenig tun könnten, um das Wachstum zu stützen, wenn sich die Inflation stark in die entgegengesetzte Richtung bewege.
Die Experten von RBC BlueBay Asset Management würden davon ausgehen, dass die Federal Reserve die Zinsen in den nächsten Monaten unverändert lassen werde. Niedrigere Ölpreise könnten kurzfristig die Inflation abmildern, auch wenn dies die Warenpreise in anderen Ländern nicht ausgleichen werde. Nicht nur, dass die Importeure ihre Preise anheben würden, auch eine mögliche Unterbrechung der Lieferketten könne zu Engpässen führen und Preiserhöhungen in anderen Bereichen nach sich ziehen.
Dies könne sich auf die Inflationserwartungen auswirken und die Löhne ansteigen lassen, selbst vor dem Hintergrund eines schwächeren Arbeitsmarktes. In diesem Fall seien die Experten von RBC BlueBay Asset Management der Meinung, dass inflationsgebundene Anleihen attraktiv sein könnten.
In Europa würden die Experten von RBC BlueBay Asset Management auch erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Geldpolitik vorsichtig sein werde, da Deutschland eine ehrgeizige Lockerung der Fiskalpolitik in Angriff nehme und die Inflationsrisiken nach oben gerichtet seien. Insbesondere, nachdem der Leitzins bereits nahe an den vom EZB-Rat als neutral angesehenen Zinssatz gesenkt worden sei.
Die Experten von RBC BlueBay Asset Management würden erwarten, dass die Volatilität an den Finanzmärkten für eine gewisse Zeit nachlassen werde. Man gehe davon aus, dass die Verhandlungen in den kommenden 90 Tagen dazu führen würden, dass viele der vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle letztendlich vermieden würden.
Nach Meinung der Experten von RBC BlueBay Asset Management werde sich das Wachstum in den USA auf 1 bis 1,5 Prozent verlangsamen, was unter dem Trend liege. Aber die Arbeitslosigkeit werde nur geringfügig ansteigen, da die Einwanderung eingeschränkt werde. (11.04.2025/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


