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Anleihemarkt: Volumen seit 2007 aufgrund Kapitalbedarfs vervierfacht
02.04.14 15:14
Bank J. Safra Sarasin AG
Basel (www.anleihencheck.de) - Die Befürchtungen, ob die Wachstumsverlangsamung in China zu einer harten Landung der Volkswirtschaft führt, bleiben an den Märkten virulent, berichten die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG.
Die Neuorientierung der Wirtschaftspolitik werde sich aber trotz vorübergehender Wachstumsverflachung auf 7% bis 8% langfristig vorteilhaft auswirken. Wachstum um jeden Preis sei nicht mehr das Ziel, dafür mehr Stetigkeit und Ausgewogenheit dank stärkerer Ausrichtung auf den Binnenkonsum und Ausbau der Infrastruktur, so etwa mit einer Modernisierung des Eisenbahnnetzes.
Zudem strebe die chinesische Führung qualitatives Wachstum an. Schon der laufende Fünfjahresplan bis 2015 sehe eine Reduktion in der Kohlenstoffintensität vor. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit werde sich verstärken. Er sei ein Imperativ: China mit 21% der Weltbevölkerung verfüge nur über 6% der Wasserreserven. Schon heute leide jede dritte Stadt unter Wasserstress. Dieser Begriff umfasse die Kombination von Wasserknappheit und Wasserverschmutzung, die das Bruttoinlandprodukt Schätzungen zufolge um 2,3% reduziere. Der schonende Umgang mit dem Rohstoff Wasser begünstige also das Wachstum längerfristig. China werde sich in Zukunft nachhaltiger entwickeln, laute die Konklusion der Analysten.
Den Schlüssel zur weiteren Entwicklung der Konjunktur und der Finanzmärkte sei die Geldpolitik der Zentralbanken. Würden sie die großzügige Versorgung mit Geld zu früh stoppen, drohe ein deflationärer Verlauf. Namentlich in Europa, besonders in Südeuropa, sei dieses Risiko vergleichsweise groß. Würden sie den Geldhahn zu spät zudrehen, drohe eine Überhitzung mit nachfolgender Inflation. Das Basis-Szenario der Bank J. Safra Sarasin AG sieht allerdings vor, dass den Zentralbanken die Gratwanderung gelinge und die Weltwirtschaft auf den Pfad eines normalisierten, moderaten Wachstums zurückkehre.
Die Bewertungen an den Aktienmärkten seien im langfristigen Vergleich relativ hoch. Im Vergleich zu anderen Anlagemedien, namentlich Festverzinsliche, würden Aktien aber attraktiv bleiben. Mit Renditen wie in den Vorjahren 2011 und 2012 sei aber kaum zu rechnen. Verglichen mit den Industrieländern liege der Bewertungsabschlag von Schwellenländeraktien inzwischen bei 30%. Langfristig hätten sie also am meisten Potenzial. Diese Sichtweise werde sich an den Märkten aber frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahres durchsetzen können.
Das Volumen des europäischen Marktes für nachrangige Anleihen habe sich seit 2007 aufgrund des Kapitalbedarfs der Banken, aber auch von Versicherungen vervierfacht. Die Konditionen dieser Anleihen seien sehr heterogen. Entsprechend seien die Risiken mitunter hoch. Die Auswahl geeigneter Anlagen sei deshalb anspruchsvoll. (02.04.2014/alc/a/a)
Die Neuorientierung der Wirtschaftspolitik werde sich aber trotz vorübergehender Wachstumsverflachung auf 7% bis 8% langfristig vorteilhaft auswirken. Wachstum um jeden Preis sei nicht mehr das Ziel, dafür mehr Stetigkeit und Ausgewogenheit dank stärkerer Ausrichtung auf den Binnenkonsum und Ausbau der Infrastruktur, so etwa mit einer Modernisierung des Eisenbahnnetzes.
Den Schlüssel zur weiteren Entwicklung der Konjunktur und der Finanzmärkte sei die Geldpolitik der Zentralbanken. Würden sie die großzügige Versorgung mit Geld zu früh stoppen, drohe ein deflationärer Verlauf. Namentlich in Europa, besonders in Südeuropa, sei dieses Risiko vergleichsweise groß. Würden sie den Geldhahn zu spät zudrehen, drohe eine Überhitzung mit nachfolgender Inflation. Das Basis-Szenario der Bank J. Safra Sarasin AG sieht allerdings vor, dass den Zentralbanken die Gratwanderung gelinge und die Weltwirtschaft auf den Pfad eines normalisierten, moderaten Wachstums zurückkehre.
Die Bewertungen an den Aktienmärkten seien im langfristigen Vergleich relativ hoch. Im Vergleich zu anderen Anlagemedien, namentlich Festverzinsliche, würden Aktien aber attraktiv bleiben. Mit Renditen wie in den Vorjahren 2011 und 2012 sei aber kaum zu rechnen. Verglichen mit den Industrieländern liege der Bewertungsabschlag von Schwellenländeraktien inzwischen bei 30%. Langfristig hätten sie also am meisten Potenzial. Diese Sichtweise werde sich an den Märkten aber frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahres durchsetzen können.
Das Volumen des europäischen Marktes für nachrangige Anleihen habe sich seit 2007 aufgrund des Kapitalbedarfs der Banken, aber auch von Versicherungen vervierfacht. Die Konditionen dieser Anleihen seien sehr heterogen. Entsprechend seien die Risiken mitunter hoch. Die Auswahl geeigneter Anlagen sei deshalb anspruchsvoll. (02.04.2014/alc/a/a)


