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Anleihemarkt: Begrenzte Chancen


10.01.19 08:30
Hamburger Sparkasse

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die Kapitalmarktexperten der Hamburger Sparkasse rechnen im neuen Jahr bei der Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe mit einer Seitwärtsbewegung um die Marke von 0,5%, die Schwankungsbreite dürfte dabei von 0,25% bis 0,75% reichen.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen sollte am Jahresende 2019 auf einem Niveau um 3,0% liegen.

Bund-Renditen ab 0,50% könnten genutzt werden, um Bestände in ähnlichen Anleihen sehr hoher Qualität (AAA) und längeren Laufzeiten aufzubauen. Diese würden im Depot als Absicherung gegen einen stärker als erwarteten Konjunkturabschwung dienen.

Unternehmensanleihen würden unter wachsenden Befürchtungen leiden, dass mit nachlassender Konjunktur die Herunterstufungen und Ausfälle zunehmen würden. Diese Entwicklung sollte sich 2019 fortsetzen, so dass Unternehmensanleihen, besonders solche aus niedrigeren Bonitätskategorien, wenig attraktiv sein dürften.

Eine wichtige Rolle dürften im Anleihebereich weiterhin Fremdwährungen spielen. Dabei erwarten die Kapitalmarktexperten der Haspa für 2019 einen Favoritenwechsel: Stehen derzeit wegen der höheren Rendite und rückläufigen Zinssteigerungsrisiken bei Neuengagements noch US-Dollaranleihen sehr hoher Bonität im Fokus, sollte sich die Lage im Laufe des Jahres 2019 ändern. Sobald sich die Erkenntnis im Markt durchsetze, dass der Zinsanstieg in den USA an ein Ende komme und sich die US-Devise abschwäche, wachse die Attraktivität von (USD-)Anleihen aus Schwellenländern, da die Kapitalabflüsse in die USA geringer werden dürften. Im Teilbereich der eher sicherheitsorientierten Fremdwährungsanlagen dürften dagegen Währungen aus Nordeuropa erste Wahl bleiben. (Ausgabe vom 07.01.2019) (10.01.2019/alc/a/a)