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Anleihemärkte durch starke US-Konjunkturdaten belastetet
18.09.24 08:56
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Starke US-Konjunkturdaten belasteten die Anleihemärkte, so die Analysten der Nord LB.
Die Kurse hätten leicht nachgegeben.
Die Konjunkturstimmung in Deutschland habe sich weiter eingetrübt. Die vom ZEW befragten Finanzmarktexperten würden im September die Konjunkturerwartungen mit nur noch 3,6 Punkten (August: 18,9) beurteilen. Die aktuelle Lage werde mit minus 84,5 Zählern gar so schlecht wie zuletzt im Mai 2020 bewertet, als die Wirtschaftsleistung während des ersten Lockdowns historisch eingebrochen sei.
Trotz der bestehenden strukturellen und konjunkturellen Probleme Deutschlands scheine die Stimmung schlechter zu sein als die Lage. Damit hieraus keine Self-Fulfilling Prophecy werde, benötige die deutsche Wirtschaft dringend einen Schub, der sich aktuell aber weder von der weltwirtschaftlichen Nachfrage noch vonseiten der Fiskal- oder Geldpolitik abzeichne.
Die Einzelhandelsumsätze in den USA seien im August überraschend um 0,1% zum Vormonat gestiegen. Gerechnet worden sei im Durchschnitt mit einem leichten Rückgang.
Auch die Industrieproduktion in den USA sei im August stärker als erwartet ausgefallen. Gegenüber dem Vormonat habe sich ein Plus von 0,8% ergeben, Volkswirte hätten im Schnitt nur mit +0,2% gerechnet. Allerdings sei das Minus im Juli nach Revision mit 0,9% etwas stärker ausgefallen, als ursprünglich berechnet (-0,6%).
Die Hoffnung auf eine bald sinkende FED Funds Target Rate helfe der Stimmung in der US-Bauwirtschaft zumindest etwas. Das NAHB Bauklima habe im Berichtsmonat September auf 41 Punkte zulegen können. Der wichtige Stimmungsindikator notiere damit aber natürlich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Vor allem die Nachfrage scheine ein Problem zu bleiben. Sinkende Zinsen könnten an dieser Stelle auf jeden Fall helfen.
Heute stehe vor allem die US-Geldpolitik im Fokus der Märkte. Die FED Funds Target Rate werde wohl sinken müssen. Es sei eher von einem vorsichtigen Zinsschritt auszugehen. Die Notenbank in Washington dürfte wahrscheinlich nicht hektisch wirken wollen. Vor allem aufkeimende Sorgen bezüglich einer beginnenden Eintrübung am Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten sollten das FOMC allerdings zur Zinswende zwingen. Es bestehe inzwischen sogar ein relativ hohes Restrisiko für einen größeren Zinsschritt durch die FED. Dies sei aber nicht das Basisszenario. (18.09.2024/alc/a/a)
Die Kurse hätten leicht nachgegeben.
Die Konjunkturstimmung in Deutschland habe sich weiter eingetrübt. Die vom ZEW befragten Finanzmarktexperten würden im September die Konjunkturerwartungen mit nur noch 3,6 Punkten (August: 18,9) beurteilen. Die aktuelle Lage werde mit minus 84,5 Zählern gar so schlecht wie zuletzt im Mai 2020 bewertet, als die Wirtschaftsleistung während des ersten Lockdowns historisch eingebrochen sei.
Die Einzelhandelsumsätze in den USA seien im August überraschend um 0,1% zum Vormonat gestiegen. Gerechnet worden sei im Durchschnitt mit einem leichten Rückgang.
Auch die Industrieproduktion in den USA sei im August stärker als erwartet ausgefallen. Gegenüber dem Vormonat habe sich ein Plus von 0,8% ergeben, Volkswirte hätten im Schnitt nur mit +0,2% gerechnet. Allerdings sei das Minus im Juli nach Revision mit 0,9% etwas stärker ausgefallen, als ursprünglich berechnet (-0,6%).
Die Hoffnung auf eine bald sinkende FED Funds Target Rate helfe der Stimmung in der US-Bauwirtschaft zumindest etwas. Das NAHB Bauklima habe im Berichtsmonat September auf 41 Punkte zulegen können. Der wichtige Stimmungsindikator notiere damit aber natürlich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Vor allem die Nachfrage scheine ein Problem zu bleiben. Sinkende Zinsen könnten an dieser Stelle auf jeden Fall helfen.
Heute stehe vor allem die US-Geldpolitik im Fokus der Märkte. Die FED Funds Target Rate werde wohl sinken müssen. Es sei eher von einem vorsichtigen Zinsschritt auszugehen. Die Notenbank in Washington dürfte wahrscheinlich nicht hektisch wirken wollen. Vor allem aufkeimende Sorgen bezüglich einer beginnenden Eintrübung am Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten sollten das FOMC allerdings zur Zinswende zwingen. Es bestehe inzwischen sogar ein relativ hohes Restrisiko für einen größeren Zinsschritt durch die FED. Dies sei aber nicht das Basisszenario. (18.09.2024/alc/a/a)


