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Anleihemärkte: Anleger flüchten in risikoarme Anlagen
03.06.19 15:09
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Fallende Aktienkurse sowie der anhaltende Handelsstreit haben die 10-jährige US-Anleiherendite unter die Rendite der Papiere mit einer Laufzeit von drei Monaten gedrückt, die am Montagmorgen bei 2,13% und 2,33% notieren, so die Experten von XTB.
Die Renditen von Anleihen seien rückläufig, wenn die Kurse der Staatspapiere (TNOTE) aufgrund einer höheren Nachfrage steigen würden. Derzeit hätten risikoreiche Vermögenswerte stark zu kämpfen, da Anleger weltweit in risikoarme Märkte flüchten würden. Die oben beschriebene "inverse" Zinsstrukturkturkurve habe in der Vergangenheit auf eine Rezession hingedeutet, allerdings dauere es in der Regel sechs Monate bis zu zwei Jahren, bis ein Konjunkturabschwung erfolge. Eine solche Entwicklung am Anleihemarkt sei jedoch nicht als Auslöser, sondern lediglich als Warnsignal zu interpretieren. Morgan Stanley sehe derzeit eine potenzielle Rezession innerhalb eines Jahres. "Meine jüngsten Gespräche mit Investoren haben das Gefühl verstärkt, dass die Märkte die Auswirkungen von Handelsstreitigkeiten unterschätzen", habe Chefökonom von JP Morgan Chetan Ahya geschrieben.
Die Handelsspannungen zwischen den USA und China würden das größte Abwärtsrisiko für die Weltwirtschaft bleiben und laut den Nachrichten vom Wochenende schienen sich diese weiter zu intensivieren. Einzelne Unternehmen würden zunehmend zur Zielscheibe und als Druckmittel genutzt, um Forderungen durchzusetzen. Zuerst habe es den chinesischen Handy-Hersteller Huawai erwischt, der auf einer schwarzen Liste der USA gelandet sei. Laut einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua solle nun untersucht werden, ob das US-Kurier- und Logistikunternehmen FedEx die gesetzlichen Rechte und Interesse der Kunden verletzt habe. Des Weiteren seien am Samstag die Vergeltungszölle von bis zu 25% aus Peking in Kraft getreten, betroffen seien insgesamt US-Waren im Wert von 60 Mrd. USD. Aus einem Weißbuch des chinesischen Staatsrates vom Sonntag sei hervorgegangen, dass China zwar Gesprächsbereitschaft sei, man andererseits aber keine Angst vor einem Handelskrieg habe.
Der Geldmarkt preise derzeit eine Zinssenkung der FED bis zum Treffen im September ein, wobei auch für Ende Juli die Wahrscheinlichkeit mit 50% hoch liege. Der heute Nacht veröffentlichte Caixin-EMI aus China für Mai sei mit 50,2 Punkten auf seinem vorherigen Niveau geblieben und dürfte das Stimmungsbild verbessert haben, wenn auch nur leicht. Der marktbreite S&P 500 habe nach einer katastrophalen Handelswoche zu Beginn der heutigen Asien-Sitzung tiefer eröffnet. Kurz nach der europäischen Eröffnung würden die Futures weiter an Boden verlieren und mit 2.734 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit dem 8. April notieren.
Am deutschen Aktienmarkt sehe die Situation nicht anders aus, da der Abstand zur psychologisch wichtigen 12.000 Punkte-Marke weiter ausgebaut werde. Der deutsche Leitindex habe am Montag bereits -0,44% an Wert verloren und notiere zum Zeitpunkt des Schreibens bei ca. 11.651 Punkten. Eine wichtige Unterstützungszone sei um die 11.400 Punkte zu finden, der Bereich werde ebenfalls durch die 200-Wochen-Linie (EMA) gestützt. Die Bullen müssten versuchen den Ausverkauf zu stoppen und den Kurs zu stabilisieren. (03.06.2019/alc/a/a)
Die Renditen von Anleihen seien rückläufig, wenn die Kurse der Staatspapiere (TNOTE) aufgrund einer höheren Nachfrage steigen würden. Derzeit hätten risikoreiche Vermögenswerte stark zu kämpfen, da Anleger weltweit in risikoarme Märkte flüchten würden. Die oben beschriebene "inverse" Zinsstrukturkturkurve habe in der Vergangenheit auf eine Rezession hingedeutet, allerdings dauere es in der Regel sechs Monate bis zu zwei Jahren, bis ein Konjunkturabschwung erfolge. Eine solche Entwicklung am Anleihemarkt sei jedoch nicht als Auslöser, sondern lediglich als Warnsignal zu interpretieren. Morgan Stanley sehe derzeit eine potenzielle Rezession innerhalb eines Jahres. "Meine jüngsten Gespräche mit Investoren haben das Gefühl verstärkt, dass die Märkte die Auswirkungen von Handelsstreitigkeiten unterschätzen", habe Chefökonom von JP Morgan Chetan Ahya geschrieben.
Der Geldmarkt preise derzeit eine Zinssenkung der FED bis zum Treffen im September ein, wobei auch für Ende Juli die Wahrscheinlichkeit mit 50% hoch liege. Der heute Nacht veröffentlichte Caixin-EMI aus China für Mai sei mit 50,2 Punkten auf seinem vorherigen Niveau geblieben und dürfte das Stimmungsbild verbessert haben, wenn auch nur leicht. Der marktbreite S&P 500 habe nach einer katastrophalen Handelswoche zu Beginn der heutigen Asien-Sitzung tiefer eröffnet. Kurz nach der europäischen Eröffnung würden die Futures weiter an Boden verlieren und mit 2.734 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit dem 8. April notieren.
Am deutschen Aktienmarkt sehe die Situation nicht anders aus, da der Abstand zur psychologisch wichtigen 12.000 Punkte-Marke weiter ausgebaut werde. Der deutsche Leitindex habe am Montag bereits -0,44% an Wert verloren und notiere zum Zeitpunkt des Schreibens bei ca. 11.651 Punkten. Eine wichtige Unterstützungszone sei um die 11.400 Punkte zu finden, der Bereich werde ebenfalls durch die 200-Wochen-Linie (EMA) gestützt. Die Bullen müssten versuchen den Ausverkauf zu stoppen und den Kurs zu stabilisieren. (03.06.2019/alc/a/a)


