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Anleiheinvestoren könnte das Lachen vergehen


11.01.17 15:07
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Laut dem Fondsanbieter Bantleon dürfte es an den Anleihemärkten in den kommenden Monaten ungemütlich bleiben, so die Experten von "FONDS professionell".

Grund: Die Renditen würden voraussichtlich weiter steigen. Bond-Anleger sollten dementsprechend die Durationsrisiken in ihren Portfolios reduzieren. Aktien würden im laufenden Jahr wohl deutlich besser abschneiden als Anleihen. Trotzdem sollten Investoren nicht komplett auf Anleihen verzichten, würden die Bantleon-Experten raten: Die politischen Unwägbarkeiten seien zu groß.

Insgesamt habe sich der Ausblick im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht aufgehellt. Zwar dürfte es auch 2017 viele politische Störfeuer geben. Aber: Die makroökonomische Lage habe sich deutlich verbessert. Rund um den Globus ziehe die Konjunktur an, in den USA würden Infrastrukturinvestitionen und Steuergeschenke winken. Schwellenländer würden von der Erholung der Rohstoffpreise profitieren. Auch der Welthandel dürfte 2017 neuen Schwung bekommen, heiße es von Bantleon. Das werde vor allem den exportabhängigen Euroländern zugute kommen.

Die Stimmung in der Eurozone sei so gut wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote sei auf den tiefsten Wert seit Sommer 2009 gesunken, die Auslastung der Produktionskapazitäten deutlich gestiegen. "Kein Wunder, dass sich das Deflationsgespenst verkrochen hat", würden die Bantleon-Experten kommentieren.

Sie würden davon ausgehen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Frühjahr damit beginne, die Märkte auf den Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik vorzubereiten. Und für Anleiheinvestoren werde es dann noch schwieriger. (Ausgabe vom 10.01.2017) (11.01.2017/alc/a/a)