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Angst vor steigenden Zinsen? Hochzinsanleihen als attraktive Zuflucht
23.07.13 16:12
Bank J. Safra Sarasin AG
Basel (www.anleihencheck.de) - Seit der Ankündigung der amerikanischen Notenbank, die quantitative Lockerung zu reduzieren, zeigen sich die globalen Zinsmärkte volatil, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG.
Die Märkte für Unternehmensanleihen hätten sich diesen Turbulenzen naturgemäß nicht entziehen können. Auch wenn die Analysten in ihrem Basisszenario nicht mit weiter steigenden Zinsen rechnen würden, würden sie solche als größtes Risiko für die Kreditmärkte im zweiten Halbjahr sehen. Wie würden sich Anleiheinvestoren in diesem Umfeld am besten positionieren?
In Europa würden Anleihen von Unternehmen minderer Kreditqualität (High-Yield) noch immer durch stabile technische und fundamentale Faktoren unterstützt. So sei die Nachfrage bei Neuemissionen weiterhin ungebrochen stark, die Bilanzqualität der Unternehmen zeige einen Aufwärtstrend und gleichzeitig würden die Ausfallraten auf rekordtiefen Niveaus weiter nach unten tendieren. Zudem würden High-Yield Anleihen per Definition einen attraktiven Coupon offerieren, der einen Verlustpuffer gegen steigende Zinsen darstelle. Dieser Puffer habe sich bereits im ersten Halbjahr als sehr wirkungsvoll erwiesen. Während Obligationen mit höheren Ratings (Investment Grade) aufgrund der steigenden Zinsen nur knapp eine positive Gesamtrendite gezeigt hätten, hätten High-Yield Anleihen eine solide Rendite von mehr als +2% verbucht. Diese signifikante Renditedifferenz erkläre sich fast ausschließlich durch den höheren Coupon, welchen High-Yield Anleihen offerieren würden.
Im Basisszenario der Analysten würden die europäischen Zinsen bis Ende Jahr seitwärts tendieren. Zudem würden die Analysten gegeben der technischen Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Kreditzyklus eine Verminderung der Risikoprämien für Unternehmensanleihen nahe den diesjährigen Tiefstständen als wahrscheinlich erachten. In einem solchen Szenario würden europäische High-Yield Anleihen eine Rendite von +6,3% im zweiten Halbjahr ausweisen, im Vergleich zu +2,8% für Investment Grade Obligationen. Ein alternatives Szenario wären unveränderte Risikoprämien und Zinsen bis Ende Jahr. In diesem Umfeld würden High-Yield Anleihen im zweiten Halbjahr +3,3% rentieren und Investment Grade Anleihen +1,5%. Sollten die Zinsen entgegen den Erwartungen der Analysten ansteigen, würden ihre Berechnungen zeigen, dass ein Anstieg (unwahrscheinliche) 170 BP umfassen müsste, um die Gesamtjahresrendite von High-Yield Anleihen in den negativen Bereich zu drücken.
Unsere Analyse zeigt, dass Investitionen in High-Yield Anleihen im gegenwärtigen Umfeld ein attraktives Chancen-Risiken-Profil ausweisen, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG. Dies treffe insbesondere im Vergleich mit den Aktienmärkten zu, welche gemäß den Prognosen der Analysten ihren Jahreshöchststand bereits hinter sich hätten. Deshalb würden sie ihren Kunden weiterhin High-Yield Anleihen empfehlen. (23.07.2013/alc/a/a)
Die Märkte für Unternehmensanleihen hätten sich diesen Turbulenzen naturgemäß nicht entziehen können. Auch wenn die Analysten in ihrem Basisszenario nicht mit weiter steigenden Zinsen rechnen würden, würden sie solche als größtes Risiko für die Kreditmärkte im zweiten Halbjahr sehen. Wie würden sich Anleiheinvestoren in diesem Umfeld am besten positionieren?
Im Basisszenario der Analysten würden die europäischen Zinsen bis Ende Jahr seitwärts tendieren. Zudem würden die Analysten gegeben der technischen Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Kreditzyklus eine Verminderung der Risikoprämien für Unternehmensanleihen nahe den diesjährigen Tiefstständen als wahrscheinlich erachten. In einem solchen Szenario würden europäische High-Yield Anleihen eine Rendite von +6,3% im zweiten Halbjahr ausweisen, im Vergleich zu +2,8% für Investment Grade Obligationen. Ein alternatives Szenario wären unveränderte Risikoprämien und Zinsen bis Ende Jahr. In diesem Umfeld würden High-Yield Anleihen im zweiten Halbjahr +3,3% rentieren und Investment Grade Anleihen +1,5%. Sollten die Zinsen entgegen den Erwartungen der Analysten ansteigen, würden ihre Berechnungen zeigen, dass ein Anstieg (unwahrscheinliche) 170 BP umfassen müsste, um die Gesamtjahresrendite von High-Yield Anleihen in den negativen Bereich zu drücken.
Unsere Analyse zeigt, dass Investitionen in High-Yield Anleihen im gegenwärtigen Umfeld ein attraktives Chancen-Risiken-Profil ausweisen, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG. Dies treffe insbesondere im Vergleich mit den Aktienmärkten zu, welche gemäß den Prognosen der Analysten ihren Jahreshöchststand bereits hinter sich hätten. Deshalb würden sie ihren Kunden weiterhin High-Yield Anleihen empfehlen. (23.07.2013/alc/a/a)


