Alle Augen auf die US-Inflation


04.02.22 11:00
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Die Börsen sind angesichts der Zinswende in Aufruhr, so Robert Greil, Chefstratege der Merck Finck A Quintet Private Bank.

"Nächste Woche blicken die Finanzmärkte gebannt auf die US-Inflationszahlen am Donnerstag", sage Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck erwarte dabei in Europa wie auch in den USA noch keine Entspannung: "Auch in den USA bleiben die Energie- und die Nahrungsmittelpreise sowie temporäre Effekte vorerst die größten Inflationstreiber", prognostiziere er. Nichts desto trotz spreche die höhere Lohndynamik weiterhin für einen hartnäckigeren US-Inflationstrend als gerade in der Eurozone. Greil weiter: "Die Märkte haben in Sachen FED-Zinserhöhungen bereits viel eingepreist - sie könnten dabei die mit nachlassenden Engpässen und Lieferkettenproblemen wahrscheinliche Entspannung an Amerikas Inflationsfront unterschätzen."

Neben den Inflationszahlen seien in den USA kommende Woche die Handelsbilanz am Dienstag und das vorläufige Michigan-Verbrauchervertrauen für Februar am Freitag die Highlights auf der Makrodaten-Agenda. In Deutschland würden am Montag Industrieproduktionszahlen für Dezember, am Mittwoch dann die Handelsbilanz für diesen Monat und am Freitag schließlich noch die finalen Januar-Inflationsdaten kommen.

Und während in Großbritannien am Freitag die Industrieproduktion im Dezember und vor allem das Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2021 anstünden, werde in China am Montag noch ein Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für Januar veröffentlicht. In Japan schließlich würden dem Sammelindex der Frühindikatoren am Montag tags darauf die "Eco Watchers"-Stimmungsumfrage sowie am Freitag die Produzentenpreise für Januar folgen.

ZITATE:

"Nächste Woche blicken die Finanzmärkte gebannt auf die US-Inflationszahlen am Donnerstag."

"Auch in den USA bleiben die Energie- und die Nahrungsmittelpreise sowie temporäre Effekte vorerst die größten Inflationstreiber."

"Die höhere amerikanische Lohndynamik spricht weiterhin für einen hartnäckigeren US-Inflationstrend als gerade in der Eurozone."

"Die Märkte haben in Sachen FED-Zinserhöhungen bereits viel eingepreist - sie könnten dabei die mit nachlassenden Engpässen und Lieferkettenproblemen wahrscheinliche Entspannung an Amerikas Inflationsfront unterschätzen." (04.02.2022/alc/a/a)