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Aktienmarkt-Turbulenzen in China eröffnen neue Chancen - auch bei Anleihen
26.08.21 13:00
Merck Finck
München (www.anleihencheck.de) - Nach den Interventionen der chinesischen Regierung, insbesondere im Technologiebereich, haben wir eine signifikante Korrektur am chinesischen Aktienmarkt gesehen, so Robin Beugels, Leiter Investment Management bei der Merck Finck a Quintet Private Bank.
Weniger beachtet worden sei, dass diese Abwärtsbewegung auch den Markt für asiatische Hochzinsanleihen mit nach unten gezogen habe. Die beiden Märkte würden sich traditionell oft im Gleichlauf bewegen, vor allem in extremen Marktsituationen.
Während das Momentum für chinesische Aktien weiterhin negativ scheine, seien asiatische Hochzinsanleihen inzwischen wieder attraktiv bewertet. Der Risikoaufschlag für diese Anlageklasse liege bei mehr als 650 Basispunkten und wirke gemessen an der fundamentalen Bilanzqualität der Unternehmen und im Vergleich zum historischen Durchschnitt übertrieben. Immerhin sei die Ausfallrate zuletzt weiter rückläufig gewesen und habe bei moderaten 2,5 Prozent gelegen. Die Analysten würden daher erheblichen Raum für eine Einengung der Spreads, also Kurspotenzial bei ausstehenden Anleihen sehen.
Ein weiterer Vorteil asiatischer Hochzinsanleihen sei, dass ihre Laufzeit im Durchschnitt deutlich geringer sei als beispielsweise bei US-Anleihen im Investment Grade-Bereich - und diese geringere Duration mache die Anleihen weniger anfällig für mögliche Zinsanstiege.
Ein wesentlicher Risikofaktor bei asiatischen Hochzinsanleihen bleibe der in diesem Segment hoch gewichtete chinesische Immobiliensektor. Hier könnten Kreditausfälle drohen. Zugleich würden die Risiken jedoch mit einem durchschnittlichen Risikoaufschlag von 1.500 Basispunkten und einer eingepreisten Ausfallrate von 15 Prozent sehr üppig vergütet.
Asiatische Hochzinsanleihen würden Anlegern starke Nerven abfordern, da es sich hier um eine sehr volatile Anlageklasse handele. Die mittelfristigen Renditeerwartungen seien jedoch so hoch, dass sie die vorhandenen Risiken mehr als angemessen kompensieren würden. Die Analysten hätten daher in ihrer ausgewogenen Vermögensverwaltung das Engagement in asiatischen Hochzinsanleihen um drei Prozentpunkte erhöht, wohingegen sie US Investment Grade-Anleihen um drei Prozentpunkte reduziert hätten. (26.08.2021/alc/a/a)
Weniger beachtet worden sei, dass diese Abwärtsbewegung auch den Markt für asiatische Hochzinsanleihen mit nach unten gezogen habe. Die beiden Märkte würden sich traditionell oft im Gleichlauf bewegen, vor allem in extremen Marktsituationen.
Ein weiterer Vorteil asiatischer Hochzinsanleihen sei, dass ihre Laufzeit im Durchschnitt deutlich geringer sei als beispielsweise bei US-Anleihen im Investment Grade-Bereich - und diese geringere Duration mache die Anleihen weniger anfällig für mögliche Zinsanstiege.
Ein wesentlicher Risikofaktor bei asiatischen Hochzinsanleihen bleibe der in diesem Segment hoch gewichtete chinesische Immobiliensektor. Hier könnten Kreditausfälle drohen. Zugleich würden die Risiken jedoch mit einem durchschnittlichen Risikoaufschlag von 1.500 Basispunkten und einer eingepreisten Ausfallrate von 15 Prozent sehr üppig vergütet.
Asiatische Hochzinsanleihen würden Anlegern starke Nerven abfordern, da es sich hier um eine sehr volatile Anlageklasse handele. Die mittelfristigen Renditeerwartungen seien jedoch so hoch, dass sie die vorhandenen Risiken mehr als angemessen kompensieren würden. Die Analysten hätten daher in ihrer ausgewogenen Vermögensverwaltung das Engagement in asiatischen Hochzinsanleihen um drei Prozentpunkte erhöht, wohingegen sie US Investment Grade-Anleihen um drei Prozentpunkte reduziert hätten. (26.08.2021/alc/a/a)


