Aktienanleihe Classic 16,3% 2022/03 auf TeamViewer: Der Softwarekonzern stürmt mit Manchester United - Anleiheanalyse


26.04.21 11:15
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Autor: Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK

Der Softwarekonzern TeamViewer (ISIN DE000A2YN900/ WKN A2YN90) setzt auf starke Werbepartner, um sich als globale Technologiemarke zu etablieren. Das kostet zunächst viel Geld. Langfristig sollten sich die Ausgaben aber auszahlen und TeamViewer helfen, das Geschäftsmodell erfolgreich zu skalieren.

Teure Werbung sollte sich auszahlen

Intensives Marketing ist eine Möglichkeit, um die Bekanntheit eines Unternehmens sowie seiner Produkte/Dienste zu erhöhen und infolgedessen die Geschäfte auszuweiten. In dieser Hinsicht legt sich auch TeamViewer verstärkt ins Zeug. Gerade wurde mit Lisa Agona die neue Vorstandsposition "Marketing" besetzt. Sie soll den strategischen und langfristigen Aufbau der Marke vorantreiben. Mit einer Personalie ist es allerdings nicht getan, weshalb das Unternehmen zuletzt große Partnerschaften und Sponsorenverträge (Mercedes-AMG Petronas, Manchester United) eingegangen ist.

Die kostspieligen Werbeverträge mit diesen namhaften Firmen werden zwar die Marketingausgaben in die Höhe treiben, was kurzfristig zu Lasten der Profitabilität gehen wird. Strategisch erachten wir diesen Schritt jedoch als sinnvoll, insbesondere mit Blick auf die längerfristigen Perspektiven. Denn damit unterfüttert das Unternehmen seine Ambitionen, sich als globale Technologiemarke zu etablieren und die eigene Position zu festigen. Die gleichnamige Software TeamViewer erfreute sich in den vergangenen Jahren bereits einer hohen Beliebtheit. Die Gesellschaft konnte kontinuierlich neue Nutzer gewinnen, sodass inzwischen weltweit rund 600.000 zahlende Abonnenten gezählt werden. Sie verwenden die Konnektivitätsplattform, um damit auf Geräte aller Art zuzugreifen, um diese zu steuern, zu verwalten, zu überwachen und zu reparieren. Das große Marktpotenzial ist aber längst nicht ausgeschöpft. Und hier setzt man mit den Investitionen in die Werbung an, um die Ausweitung des Abnehmerkreises zu forcieren.

Digitale Transformation der Wirtschaft im Fokus

Deshalb erwarten wir einen anhaltenden Wachstumstrend bei den Abozahlen und damit eine anhaltend starke Ausweitung des sehr gut skalierbaren Geschäftsmodells. Außerdem sollte sich dadurch das kräftig wachsende operative Geschäft über die Corona-induzierte Sonderkonjunktur hinaus verstetigen. Das wiederum wird sich unserer Einschätzung nach in weiterhin steigenden Kennzahlen niederschlagen. Das Unternehmen selbst erwartet nach den Rekorden im vergangenen Jahr auch für 2021 und darüber hinaus kräftige Zuwächse. Beispielsweise sollen die für Güter und Dienstleistungen abgerechneten Umsätze (Billings) bis 2023 auf 1 Mrd. Euro steigen. 2020 lag diese Kennzahl bei 460,3 Mio. Euro (+44% zum Vorjahr).

TeamViewer verkauft seine Software seit 2018 ausschließlich im Abonnentenmodell, wobei diese in der Regel für einen Zwölfmonatszeitraum bezahlt wird. Dadurch sind die Einnahmen gut planbar. Gleichzeitig sind die Gewinnmargen relativ hoch. Sie sollen nach den zunächst erwarteten Rückgängen durch die Ausweitung des Marketingbudgets ab 2024 außerdem wieder anziehen. Durch die erwartete Steigerung der Billings dürfte das die positiven Skaleneffekte auf operativer Ebene besonders zum Tragen bringen.

Die kurz- und mittelfristigen Ziele sind unserer Einschätzung nach realisierbar. Mit der Software zur Steuerung von Geräten, Maschinen und Industrieanlagen aus der Ferne trifft TeamViewer den Zeitgeist. Es geht längst nicht mehr nur darum, die Fernwartungssoftware wie ursprünglich für PCs oder Laptops einzusetzen. Die Gesellschaft setzt zunehmend auf den Digitalisierungstrend in der Industrie. Sie bietet Lösungen, um Maschinen und Roboter zu steuern und damit die Prozesse in der industriellen Wertschöpfungskette zu verbessern. Gerade auf diesem Gebiet hat sich das Unternehmen in den letzten Monaten durch Zukäufe (Ubimax, Upskill, Xaleon) gestärkt, um das Angebotsspektrum in den Technologiefeldern Augmented Reality (AR) und Internet of Things (IoT) zu erweitern. Damit setzt man konsequent auf den Megatrend der digitalen Transformation der Wirtschaft, woraus sich mit Blick auf Größe und Dynamik dieses Marktes unserer Meinung nach große Wachstumschancen ergeben.

Zu den potenziellen Risiken gehört der hohe Wettbewerb mit Anbietern ähnlicher Softwarelösungen. Auftretende Sicherheitslücken oder andere technische Schwachstellen könnten zudem die hohe Reputation der Software gefährden. Darüber hinaus gestalten sich die technologischen Veränderungen sehr dynamisch, weshalb das Unternehmen kontinuierlich die Entwicklungen beobachten muss, um seine Software entsprechend anzupassen, was bei tief greifenden Neuerungen zu einem größeren Entwicklungsaufwand führen kann. Bei seinen Expansionsvorhaben setzt TeamViewer auch auf den Ausbau des Geschäfts mit Großkunden, was beispielsweise durch Preisnachlässe zu Lasten der Profitabilität gehen könnte.

Produktidee: Aktienanleihe Classic auf TeamViewer

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der TeamViewer AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 25.03.2022 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 45,00 Euro und einer Zinszahlung von 16,30% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2022, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der TeamViewer AG. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 23,67 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der TeamViewer AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der TeamViewer AG an der Börse XETRA Frankfurt am 18.03.2022 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 45,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (22,222) bestimmte Anzahl von Aktien der TeamViewer AG. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der TeamViewer AG am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 23.04.2021
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