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AXA IM zur wirtschaftlichen Lage in den USA und Europa


15.07.13 13:50
AXA Investment Managers

Köln (www.anleihencheck.de) - Letztlich erfüllt eine Zentralbank ihre Aufgabe nur dann, wenn sie durch stabile Preise und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zum öffentlichen Wohl eines Landes beiträgt, sagt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.

Die Federal Reserve sei diesem Ziel jetzt anscheinend sehr viel näher: Bei gleichzeitig geringer Inflation steige die Wirtschaftsleistung in den USA und der Arbeitsmarkt erhole sich. Allerdings müsse die FED mit den Marktfolgen der allmählichen Drosselung des Liquiditätsflusses fertig werden und darauf vertrauen können, dass die von ihr in den vergangenen Jahren geschaffene Liquidität auch noch lange im Finanzsystem verbleiben werde. Die EZB sehe sich ihrerseits weiterhin einer stark geschwächten EWU-Wirtschaft gegenüber, zumal auch die Arbeitslosenzahlen in einigen Euro-Volkswirtschaften hartnäckig auf hohem Niveau verharren würden.

Der europäische Bankensektor sei immer noch geschwächt, während die Sparpolitik die Zuversicht von Verbrauchern und Unternehmen belaste. Hinzu komme, dass der Aufbau einer robusteren Infrastruktur im Euroraum nur schleppend vorangehe. Doch insbesondere werde das schwache Wachstum die Erwartung verstärken, die EZB müsse noch mehr unternehmen. Dies gebe Spekulationen am Markt und in der Presse Auftrieb: Könne die EZB die Zinsen noch weiter senken? Sei ein negativer Einlagensatz möglich? Oder sollte die EZB dem Beispiel der Staatsanleiheankaufprogramme anderer Länder folgen? Die in letzter Zeit etwas freundlicheren Daten aus der Eurozone würden jedenfalls nicht reichen, um die Marktprognosen im Hinblick auf die Wachstumsentwicklung zu revidieren. (15.07.2013/alc/a/a)