ALNO-Anleihe: Das Waterloo eines jeden Investors - Anleiheanalyse


19.07.17 09:25
Vorstandswoche.de

Haar (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "Vorstandswoche.de" raten die Anleihe (ISIN DE000A1R1BR4 / WKN A1R1BR) der ALNO AG zu verkaufen.

Der traditionsreiche Küchenhersteller ALNO stecke im Insolvenzsumpf. Am 11. Juli sei der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt worden. Damit habe sich mit dem aktuellen Investor, der bosnischen Hastor-Familie, der nächste Investor eine blutige Nase geholt. Die Experten seien schon sehr lange der Meinung, dass ALNO nicht zu retten sei und hätten die Aktie seit vielen Jahren immer wieder zum Verkauf empfohlen. Ein fragmentierter Markt mit hohem Preisdruck, launigen Kunden, eine Gesellschaft, die keine Gewinn-DNA habe und die in der Spitze bis zu 200 Mio. Euro Schulden vor sich hergeschoben habe. Das habe nicht gut gehen können. Und nun würden Aktionäre alles, Bondholder wohl fast alles verlieren. Wenn nicht die Hastors - eine robust auftretende, im Automobilzulieferersektor erfolgreiche Familie - die rechtlichen Möglichkeiten des Schuldverschreibungsrechts sowie der Insolvenzgesetzgebung brutal für sich nutzen und Gläubiger und Mitaktionäre clever enteignen würden.

Das Ganze habe es schon bei KTG Energie zu beobachten gewesen, als die Bremer Zech-Gruppe mithilfe der versierten Kanzlei GÖRG und dank deren Partner Dr. Thorsten Bieg (in der Branche dem Vernehmen nach distanziert-respektvoll als "der Schlitzer" bezeichnet) sich alle Vermögensgegenstände unter den Nagel gerissen habe. Namhafte deutsche institutionelle Anleger seien fassungs- und machtlos gewesen. Ähnliches könne, müsse aber nicht bei ALNO passieren. Anteilseigner sollten sich also zügig von den Papieren trennen. Getrennt bleiben sollten ALNO bzw. die Hastors von One Square Advisory (OSA) um das Branchenschlachtross Frank Günther. Der selbst ernannte Sanierer habe sich binnen weniger Stunden nach der Meldung von ALNO gleich hervorgetan, Anleihegläubiger zu vertreten!

Die Experten würden das ganz stark bezweifeln und hätten auch keine Vollmachten von vertretenen Investoren einsehen können. Neben OSA hätten sich noch drei andere "Aasgeier" bei ALNO in Position gebracht und würden als besondere Vertreter der Anleihegläubiger vor allem ihre eigenen monetären Interessen vertreten wollen. Bei ALNO müsse alles raus.

Die Experten von "Vorstandswoche.de" raten die ALNO-Anleihe zu verkaufen. (Analyse vom 19.07.2017) (19.07.2017/alc/a/a)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
8,06 € 8,06 € -   € 0,00% 16.04./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1R1BR4 A1R1BR 18,50 € 5,00 €
Werte im Artikel
-    plus
0,00%
8,06 plus
0,00%