ALNO-Anleihe: Starker Kupon von 8,50%


26.04.13 10:26
fixed-income.org

Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Christian Schiffmacher, Experte von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - empfiehlt die Anleihe (ISIN DE000A1R1BR4 / WKN A1R1BR) der ALNO AG (ISIN DE0007788408 / WKN 778840) vom 29. April bis zum 10. Mai 2013 zu zeichnen.

Die ALNO AG, einer der führenden deutschen Küchenhersteller, emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 45 Mio. Euro. Der Schweizer Großaktionär SE Swiss Entrepreneur AG habe bereits die Zeichnung von Anleihen in Höhe von 15 Mio. Euro fest zugesagt. Nach dem erfolgreichen Turnaround sollten die Mittel aus der Anleiheemission in erster Linie zur Finanzierung des weiteren Wachstums, insbesondere im Ausland, sowie zur Ausweitung des Working Capitals verwendet werden. Bei einer Laufzeit der Anleihe von fünf Jahren biete ALNO einen Kupon von 8,50% p.a. Angesichts der hohen Markenbekanntheit und des erreichten Turnarounds spreche vieles für einen Erfolg der ALNO-Anleihe.

Die ALNO AG gehöre zu den führenden deutschen Küchenherstellern. Die Gesellschaft sei auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Küchenmöbeln sowie den Vertrieb von Elektrogeräten und Zubehör spezialisiert. Mit den Marken ALNO, Wellmann, Impuls und Pino decke das Unternehmen unterschiedliche Zielgruppen und Preissegmente ab. Die Marke ALNO sei im Premiumsegment positioniert. Sie biete hochmoderne und innovative Küchen mit Glas- und Keramikoberflächen. Wellmann sei im mittleren Preissegment angesiedelt.

Die Gesellschaft setze bei den Küchen auf ein schlichtes, klassisch-modernes Design sowie eine hohe Flexibilität bei der Planung. Impuls-Küchen würden die Einstiegs- und Mittelklasse-Segmente abdecken. Bei den Küchen werde vor allem auf eine einfache und schnelle Produktion sowie Montage Wert gelegt. Zwischen der Auftragsannahme und dem Aufbau sollten maximal zehn Tage vergehen. Pino sei die Einstiegsmarke im Konzern. Die Produkte würden eine große Farbpalette bieten und insbesondere jüngere Käufer ansprechen.

Gemessen am Umsatz sei ALNO die Nummer 2 im deutschen Küchenmarkt. Die Markenbekanntheit von ALNO liege in Deutschland bei 78% und sei damit deutlich höher als die von Mitbewerbern.

ALNO habe in der Vergangenheit einige Verlustjahre gehabt. Verantwortlich hierfür sei beispielsweise der Versuch gewesen, den Absatz der Premiummarke ALNO durch Preisnachlässe anzukurbeln. Dies sei gewaltig schief gegangen. In den vergangenen zwei Jahren sei die Gesellschaft restrukturiert und das Topmanagement komplett ausgetauscht worden.

Das neue Management habe im vergangenen Jahr eine Kapitalerhöhung durchgeführt und die Bankverbindlichkeiten fast komplett abgelöst. Damit seien die Sicherheiten frei geworden und die Gesellschaft habe eine höhere Flexibilität, zudem habe sich die Eigenkapitalsituation erheblich verbessert. Auch bei den Verkaufspreisen habe sich einiges geändert. Kürzlich seien mit allen wichtigen Kunden Preiserhöhungen vereinbart worden, für ALNO-Küchen um 8%, für Wellmann-Küchen um 7%. Die Auswirkungen auf das Verkaufsvolumen seien durch eine bessere Ergebnisqualität kompensiert worden.

Zudem setze das Management massiv auf die Expansion im Ausland. Dies sei für das Unternehmen von größter Bedeutung, da der deutsche Markt in der Branche der wettbewerbsintensivste sei und die Margen in praktisch allen Exportmärkten wesentlich höher seien als in Deutschland. Zudem habe ALNO bislang eine unterdurchschnittliche Exportquote von rund 28%. Die Mitbewerber hätten eine Exportquote von ca. 40%, diesen Wert möchte ALNO mittelfristig ebenfalls erreichen. Hierfür habe das Management bereits einiges getan:

Im Mai 2012 sei das erste Küchenstudio in den USA (New York) eröffnet worden, der Schwerpunkt liege auf Händlern und im Projektgeschäft. Ein weiteres Küchenstudio solle noch in diesem Jahr in Miami entstehen. In Frankreich sei mit Ixina ein Großkunde gewonnen worden, dessen Franchisenehmer 350 Küchenstudios betreiben würden, in Dänemark sei ein Vertriebsunternehmen mit 25 Filialen übernommen worden. In Großbritannien sei der Vertriebspartner Built-in Kitchens übernommen worden. In der Schweiz seien fünf Küchenstudios eröffnet worden. Am 23.11.2012 sei ein Joint Venture mit James He/Wonder Treasure Holdings Limited für China, Hongkong und Macau geschlossen worden.

Die strategische Neuausrichtung von ALNO zeige deutliche Erfolge. Trotz der genannten Investitionen habe ALNO im vergangenen Jahr das bereinigte EBITDA von -19,1 Mio. Euro auf +16,9 Mio. Euro verbessern können, das bereinigte EBIT habe von -35,0 auf +1,1 Mio. Euro gesteigert werden können. In diesem Jahr dürfte das EBITDA auf rund 22,0 Mio. Euro und das EBIT auf 7,2 Mio. Euro steigen.

Die Gesellschaft möchte den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter vorantreiben, insbesondere im Ausland. Das Wachstum solle dabei sowohl organisch als auch durch Übernahmen von kleineren bis mittleren Unternehmen im In- und Ausland erfolgen. Hierfür plane die Gesellschaft ca. 12 bis 18 Mio. Euro ein.

Vor dem Hintergrund des geplanten Wachstums solle das Working Capital ausgeweitet werden und Verbindlichkeiten gegenüber der Bauknecht Hausgeräte GmbH getilgt werden. Hierfür seien ca. 15 bis 20 Mio. Euro notwendig. In Sachanlagen, z.B. Investitionen in neue Standorte und Musterküchen, sollten ca. 5 bis 7 Mio. Euro fließen.

ALNO habe die wesentlichen Meilensteine bereits im vergangenen Jahr erreicht. Der Turnaround sei trotz hoher Investitionen in die Auslandsexpansion gelungen. Darauf könne die Gesellschaft nun aufbauen. Das Unternehmen habe eine hohe Markenbekanntheit, was bei Mittelstandsanleihen bekanntlich ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei. Der Kupon von 8,50% erscheine lukrativ. Daher spricht vieles für einen Erfolg der ALNO-Anleihe, so die Experten von "fixed-income.org". (Ausgabe vom 25.04.2013) (26.04.2013/alc/a/a)
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