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7,00% SAF-HOLLAND-Anleihe: SDAX-Konzern bietet vergleichsweise attraktive Rendite
18.10.12 11:03
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Nach Ansicht von Christian Schiffmacher und Robert Cleve, den Experten von fixed-income.org - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - sollte sich ein Investment in die Anleihe (ISIN DE000A1HA979 / WKN A1HA97) der SAF-HOLLAND S.A. (ISIN LU0307018795 / WKN A0MU70) auszahlen.
Die im SDAX notierte SAF-HOLLAND S.A. begebe eine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von fünfeinhalb Jahren, einem Volumen von bis zu 75 Mio. Euro und einem Kupon von 7,00%. Die Anleihe werde im neuen Prime Standard für Unternehmensanleihen der Deutsche Börse AG emittiert, der sich an größere international agierende Unternehmen richte. Die Anleihen könnten voraussichtlich bis 26. Oktober gezeichnet werden.
Die SAF-HOLLAND S.A. zähle zu den führenden Herstellern und Anbietern von hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen vorrangig für Trailer sowie für Lkw, Busse und Campingfahrzeuge. Das Unternehmen umfasse drei Business Units: Der Geschäftsbereich Trailer Systems produziere Achs- und Federungssysteme, Stützwinden und Königszapfen für die Hersteller von Trailern. Die Sparte Powered Vehicle Systems fertige Sattelkupplungen und Achsfederungen für die Hersteller von Trucks und Bussen. Im Geschäftsfeld Aftermarket stelle SAF-HOLLAND die jederzeitige Versorgung der Transportindustrie mit Ersatzteilen sicher.
SAF-HOLLAND verkaufe Produkte auf sechs Kontinenten an Originalhersteller (OEMs) im Erstausstattungsmarkt und im Aftermarket an die Originalhersteller-Servicenetzwerke (OESs) der OEMs sowie über ein globales Vertriebs- und Servicenetz. Über dieses Netz vertreibe SAF-HOLLAND seine Produkte weiter an Endverbraucher und Servicestützpunkte. Damit habe sich SAF-HOLLAND als einer der wenigen Zulieferer in seiner Branche etabliert, der mit einer umfangreichen Produktpalette und einem weiten Servicenetz international aufgestellt sei. Mit durchschnittlich 3.107 Mitarbeitern habe SAF-HOLLAND im vergangenen Jahr einen Umsatz von 831,3 Mio. Euro erzielt. Zum 30.06. habe die Eigenkapitalquote knapp 37% betragen.
Die Firmengeschichte reiche bis 1881 zurück und habe mit der Entwicklung eines Pflugs für die Landwirtschaft begonnen. Ein wesentlicher Meilenstein sei im Jahr 2006 der Zusammenschluss der Otto Sauer Achsenfabrik (SAF) mit der Holland Group Inc. gewesen.
SAF-HOLLAND verfüge weltweit über 17 Produktionsstandorte in sieben Ländern (Deutschland, Kanada, USA, Brasilien, Australien und Indien). Kernmärkte des Unternehmens seien nach wie vor Europa und Nordamerika, die BRIC-Staaten würden jedoch mittelfristig weiter an Bedeutung gewinnen.
Das Management habe mittelfristige Finanzziele definiert, so solle bis 2015 ein Gesamtumsatz von 1 Mrd. Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von 10% erreicht werden.
"Wir haben uns eine Reihe von Wachstumsthemen auf dem Weg zur Umsatzmilliarde vorgenommen. Auf folgende drei Bereiche legen wir dabei einen ganz besonderen Fokus: erweitertes Angebot von Trailersystemen im nordamerikanischen Markt, Ausbau des Aftermarket-Geschäfts weltweit und die Erschließung neuer Märkte in den BRIC-Staaten. Mit der Diversifizierung in verschiedene regionale Märkte, aber auch in unsere beiden Geschäftsbereiche "Erstausstattungsmarkt" und "Aftermarket" können wir nicht nur wachsen, sondern gleichzeitig konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Märkten gut abfedern", erläutere CFO Wilfried Trepels weiter.
Im Bereich Trailer Systems sehe das Management ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 100 Mio. Euro, das insbesondere durch eine eigene Achsenproduktion in Nordamerika, die Umstellung der Produktpallete auf Federungssysteme sowie die Verwendung von Scheibenbremsen realisiert werden solle.
Im Aftermarket-Segment verfüge SAF-HOLLAND weltweit über ca. 9.000 Service-Partner und habe damit gegenüber Mitbewerbern eine höhere Marktdurchdringung. Gleichzeitig solle das Servicenetz flächendeckend in allen wichtigen Regionen ausgebaut werden. Aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen installierten Basis solle sich im Aftermarket ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 100 Mio. Euro ergeben.
Auch in den BRIC-Staaten rechne die Gesellschaft mit einem zusätzlichen Umsatzpotenzial von 100 Mio. Euro. Dies solle u. a. mit speziell auf die Bedürfnisse der Kunden in China und Brasilien abgestimmten Produkten realisiert werden.
SAF-HOLLAND habe im Oktober die seit 2008 bestehende Finanzierungsvereinbarung mit einem neuen Konsortialkredit vorzeitig abgelöst und sichere so, mit verbesserten Bedingungen und höherer Flexibilität, die zukünftige Geschäftsentwicklung und Wachstumsstrategie langfristig bis 2017 ab. Hauptgründe für die vorzeitige Refinanzierung seien die Verlängerung der Laufzeit bis 2017, die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen und eine Erhöhung des Volumens auf 260 Mio. Euro gewesen. Darüber hinaus habe der Bankenkreis unter der Führung der Bayerischen Landesbank, Commerzbank, IKB und UniCredit Bank AG verkleinert werden können. Mit Abschluss dieser Kreditvereinbarung habe die Gesellschaft die Restrukturierung auch in finanzieller Hinsicht erfolgreich abgeschlossen.
Ein Großteil des Emissionsvolumens werde zur Tilgung der (gerade neu abgeschlossenen) Bankverbindlichkeiten genutzt, um so die Finanzierungsstruktur zu diversifizieren. Ein Teil der Mittel solle zur Erweiterung des Angebots an Trailersystemen in Nordamerika, zum Ausbau des Aftermarket-Geschäfts und der Erschließung neuer Märkte (BRIC-Staaten) verwendet werden.
SAF-HOLLAND habe gerade die Refinanzierung abgeschlossen und damit die Finanzierung bis 2017 gesichert. Auch wenn die Anleihe bis Ende April 2018 und damit etwas länger laufe, sei dies klar positiv zu werden. Die Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit hätten sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und seien auf einem guten Niveau.
Die Gesellschaft sei, ähnlich wie Continental, Schaeffler, Hella oder Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520), in einem zyklischen Markt tätig. Da sich die installierte Basis in den letzten zehn Jahren verdreifacht habe, sollte das kaum zyklische und vergleichsweise profitable Aftermarket-Geschäft künftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Im Vergleich zu den Anleihen der genannten Unternehmen erscheine der Kupon von 7,00% attraktiv.
Ein Investment in die Anleihe der SAF-HOLLAND S.A. sollte sich auszahlen, so die Experten von "fixed-income.org". (Ausgabe vom 17.10.2012) (18.10.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die im SDAX notierte SAF-HOLLAND S.A. begebe eine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von fünfeinhalb Jahren, einem Volumen von bis zu 75 Mio. Euro und einem Kupon von 7,00%. Die Anleihe werde im neuen Prime Standard für Unternehmensanleihen der Deutsche Börse AG emittiert, der sich an größere international agierende Unternehmen richte. Die Anleihen könnten voraussichtlich bis 26. Oktober gezeichnet werden.
Die SAF-HOLLAND S.A. zähle zu den führenden Herstellern und Anbietern von hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen vorrangig für Trailer sowie für Lkw, Busse und Campingfahrzeuge. Das Unternehmen umfasse drei Business Units: Der Geschäftsbereich Trailer Systems produziere Achs- und Federungssysteme, Stützwinden und Königszapfen für die Hersteller von Trailern. Die Sparte Powered Vehicle Systems fertige Sattelkupplungen und Achsfederungen für die Hersteller von Trucks und Bussen. Im Geschäftsfeld Aftermarket stelle SAF-HOLLAND die jederzeitige Versorgung der Transportindustrie mit Ersatzteilen sicher.
SAF-HOLLAND verkaufe Produkte auf sechs Kontinenten an Originalhersteller (OEMs) im Erstausstattungsmarkt und im Aftermarket an die Originalhersteller-Servicenetzwerke (OESs) der OEMs sowie über ein globales Vertriebs- und Servicenetz. Über dieses Netz vertreibe SAF-HOLLAND seine Produkte weiter an Endverbraucher und Servicestützpunkte. Damit habe sich SAF-HOLLAND als einer der wenigen Zulieferer in seiner Branche etabliert, der mit einer umfangreichen Produktpalette und einem weiten Servicenetz international aufgestellt sei. Mit durchschnittlich 3.107 Mitarbeitern habe SAF-HOLLAND im vergangenen Jahr einen Umsatz von 831,3 Mio. Euro erzielt. Zum 30.06. habe die Eigenkapitalquote knapp 37% betragen.
Die Firmengeschichte reiche bis 1881 zurück und habe mit der Entwicklung eines Pflugs für die Landwirtschaft begonnen. Ein wesentlicher Meilenstein sei im Jahr 2006 der Zusammenschluss der Otto Sauer Achsenfabrik (SAF) mit der Holland Group Inc. gewesen.
SAF-HOLLAND verfüge weltweit über 17 Produktionsstandorte in sieben Ländern (Deutschland, Kanada, USA, Brasilien, Australien und Indien). Kernmärkte des Unternehmens seien nach wie vor Europa und Nordamerika, die BRIC-Staaten würden jedoch mittelfristig weiter an Bedeutung gewinnen.
Das Management habe mittelfristige Finanzziele definiert, so solle bis 2015 ein Gesamtumsatz von 1 Mrd. Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von 10% erreicht werden.
"Wir haben uns eine Reihe von Wachstumsthemen auf dem Weg zur Umsatzmilliarde vorgenommen. Auf folgende drei Bereiche legen wir dabei einen ganz besonderen Fokus: erweitertes Angebot von Trailersystemen im nordamerikanischen Markt, Ausbau des Aftermarket-Geschäfts weltweit und die Erschließung neuer Märkte in den BRIC-Staaten. Mit der Diversifizierung in verschiedene regionale Märkte, aber auch in unsere beiden Geschäftsbereiche "Erstausstattungsmarkt" und "Aftermarket" können wir nicht nur wachsen, sondern gleichzeitig konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Märkten gut abfedern", erläutere CFO Wilfried Trepels weiter.
Im Aftermarket-Segment verfüge SAF-HOLLAND weltweit über ca. 9.000 Service-Partner und habe damit gegenüber Mitbewerbern eine höhere Marktdurchdringung. Gleichzeitig solle das Servicenetz flächendeckend in allen wichtigen Regionen ausgebaut werden. Aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen installierten Basis solle sich im Aftermarket ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 100 Mio. Euro ergeben.
Auch in den BRIC-Staaten rechne die Gesellschaft mit einem zusätzlichen Umsatzpotenzial von 100 Mio. Euro. Dies solle u. a. mit speziell auf die Bedürfnisse der Kunden in China und Brasilien abgestimmten Produkten realisiert werden.
SAF-HOLLAND habe im Oktober die seit 2008 bestehende Finanzierungsvereinbarung mit einem neuen Konsortialkredit vorzeitig abgelöst und sichere so, mit verbesserten Bedingungen und höherer Flexibilität, die zukünftige Geschäftsentwicklung und Wachstumsstrategie langfristig bis 2017 ab. Hauptgründe für die vorzeitige Refinanzierung seien die Verlängerung der Laufzeit bis 2017, die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen und eine Erhöhung des Volumens auf 260 Mio. Euro gewesen. Darüber hinaus habe der Bankenkreis unter der Führung der Bayerischen Landesbank, Commerzbank, IKB und UniCredit Bank AG verkleinert werden können. Mit Abschluss dieser Kreditvereinbarung habe die Gesellschaft die Restrukturierung auch in finanzieller Hinsicht erfolgreich abgeschlossen.
Ein Großteil des Emissionsvolumens werde zur Tilgung der (gerade neu abgeschlossenen) Bankverbindlichkeiten genutzt, um so die Finanzierungsstruktur zu diversifizieren. Ein Teil der Mittel solle zur Erweiterung des Angebots an Trailersystemen in Nordamerika, zum Ausbau des Aftermarket-Geschäfts und der Erschließung neuer Märkte (BRIC-Staaten) verwendet werden.
SAF-HOLLAND habe gerade die Refinanzierung abgeschlossen und damit die Finanzierung bis 2017 gesichert. Auch wenn die Anleihe bis Ende April 2018 und damit etwas länger laufe, sei dies klar positiv zu werden. Die Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit hätten sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und seien auf einem guten Niveau.
Die Gesellschaft sei, ähnlich wie Continental, Schaeffler, Hella oder Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520), in einem zyklischen Markt tätig. Da sich die installierte Basis in den letzten zehn Jahren verdreifacht habe, sollte das kaum zyklische und vergleichsweise profitable Aftermarket-Geschäft künftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Im Vergleich zu den Anleihen der genannten Unternehmen erscheine der Kupon von 7,00% attraktiv.
Ein Investment in die Anleihe der SAF-HOLLAND S.A. sollte sich auszahlen, so die Experten von "fixed-income.org". (Ausgabe vom 17.10.2012) (18.10.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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